Datenschutz Impressum

03. – 18. Dezember 2020

Bilder: Studio: Ilka T

Eine Fotoausstellung im Schaufenster, in der performative Inszenierungen für die Fotografie verwendet werden, um das Thema der Berührung zu erkunden.

Was heißt Berührung in Zeiten von einer Pandemie? Einsamkeit und depressive Schübe, sind selbst bei den optimistischsten Menschen zur Zeit ein immer wiederkehrendes Gefühl. Wie gehen wir damit um, was fehlt uns, was können wir an positiven Impulsen an die derzeitige räumliche Distanz einbringen?

„Um etwas zu verstehen, muss man es anfassen.“

Mischa Badasyan stieß auf diesen Satz, nachdem er selbst ein großes Bedürfnis nach taktischem Kontakt und Kontakt zu den Menschen um sich herum verspürte. Berührung ist für ihn das wichtigste Werkzeug um Menschen kennenzulernen. „Ich kann mich nur mit jemandem anfreunden, wenn ich diejenige oder denjenigen auch berühren kann.“

Für Badasyan ist Körperkontakt der beste Beweis dafür, dass wir existieren und Berührung das Schlüsselwerkzeug der Erkenntnis. „The History of Touch“ arbeitet mit Fingerspitzengefühl im öffentlichen Stadtraum und nutzt die künstlerische Arbeit als Kommunikationsform um die Gesellschaft sozial zu berühren, was sich im weiteren Verlauf auch zu einem politischen Diskurs ausweiten und verwandeln kann.

Die Grundidee des Projekte „The History of Touch“ sollte einen Reflektionsraum anbieten, der uns ermöglicht mal wieder im Hier und Jetzt unsere direkte Umgebung zu betrachten. In der damaligen Annahme, dass sich im Alltag eher alle Prozesse zu beschleunigen versuchen, damit wir Geld und Zeit sparen, sollte in diesem Projekt die Entschleunigung und das Nachspüren der Berührung gesucht werden. Nun haben wir zwar im Alltag eine massive Entschleunigung durch Covid 19 erfahren, aber müssen plötzlich weitgehend auf Berührung verzichten. Selbst gute Freunde werden nicht mehr in den Arm genommen.

Wie können in dieser Situation aus Fremden Freunde werden? Was, wenn in jedem Kontakt doch auch immer die Angst vor Covid19 mitschwingt? Diese Angst erinnert mich stark an die frühen 80er Jahre. Als man sich unwissend die Frage stellte, ob man aus dem gleichen Glas von jemandem trinken, der mit HIV infiziert ist? Bei Covid wird uns schon die versehentliche Berührung von Fremden in der U-Bahn oder im Bus zu viel – wenn man überhaupt sich noch in öffentliche Verkehrsmittel begibt. Oftmals ist die erste Reaktion Ablehnung, Entfremdung und der Wunsch sich zurückzuziehen.

Das Studio: Ilka Theurich – project space möchte nun mit einer sehr intimen Fotoreihe des Berliner Künstlers Mischa Badasyan im Öffentlichen Stadtraum auf diese Reflexion aufmerksam machen. Hier berührt nicht die Live Performance, sondern die Fotografie eines Live-Momentum, das wiederum als Druck im öffentlichen Stadtraum ausgestellt werden soll.

Die Fotografien können auf Anfrage in verschiedenen Größen gedruckt und über unseren Kontakt beim Künstler kauflich erworben werden.

Infektionsschutz: Bitte lasst Euch vor dem Besuch einer größeren Tagesveranstaltung (auch Vernissage und Finissage) testen und besucht diese nur mit einem negativen Testergebnis, das nicht älter als 24 Stunden ist. Dies gilt auch für Geimpfte und Genesene. Bei unseren Veranstaltungen sind mindestens die offiziellen Vorschriften der Landesregierung zur Eindämmung des SARS-CoV-2 einzuhalten. Wenn Du Symptome einer COVID-19-Erkrankung aufweisen solltest oder Dich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet aufgehalten hast, bitten wir Dich nicht zu dieser Veranstaltung zu kommen. Wenn Du und/oder Deine Begleitung Bedenken habt, an dieser Veranstaltung teilzunehmen, da Ihr bspw. einer Risikogruppe angehört oder im Gesundheitswesen beschäftigt seid, kontaktiere uns gerne unter info@tanke-hannover.de und wir versuchen einen Einzeltermin für Dich und/oder Deine Begleitung zu arrangieren. Unser schriftliches Hygienekonzept könnt ihr bei jeder Veranstaltung auf Nachfrage einsehen.